/ Was ist ein Man-in-the-Middle-Angriff (MiTM)?
Was ist ein Man-in-the-Middle-Angriff (MiTM)?
Ein Man-in-the-Middle-Angriff (MiTM) ist eine Art von Cyberangriff, bei dem ein Angreifer die Kommunikation zwischen zwei Parteien heimlich abfängt und möglicherweise verändert, oft um Informationen oder Zugangsdaten zu stehlen, ohne dass eine der beiden Parteien weiß, dass ihre Verbindung kompromittiert wurde.
Wie funktioniert ein Man-in-the-Middle-Angriff (MiTM)?
Ein Man-in-the-Middle-Angriff (MiTM) beeinträchtigt die Integrität der Kommunikation, indem Daten zwischen zwei Parteien, die glauben, direkt miteinander zu kommunizieren, unbemerkt abgefangen und manipuliert werden. Durch Ausnutzung von Schwachstellen oder Social Engineering können sich Angreifer zwischen dem Opfer und dem gewünschten Server oder Service positionieren, um Gespräche zu belauschen, vertrauliche Informationen zu stehlen oder die übertragenen Daten zu ändern. Zu den häufigsten Angriffsvektoren gehören Phishing, bei dem das Klicken auf einen bösartigen Link einen MiTM-Angriff auslösen kann, oder die Ausnutzung öffentlicher WLANs, bei denen Angreifer den Traffic ausspionieren. Im Folgenden werden die typischen Schritte eines MiTM-Angriffs beschrieben und wie Angreifer diese Art von Angriff durchführen.
Phasen eines MiTM-Angriffs
- Einleitung des Angriffs (Positionierung in der Mitte): In der ersten Phase eines MiTM-Angriffs verschafft sich der Angreifer Zugang zu einem Kommunikationskanal zwischen zwei Parteien.
- Abfangen der Kommunikation: Sobald sich der Angreifer in der Mitte positioniert hat, fängt er den Datenfluss zwischen den beiden Parteien ab. Oftmals bemerken die Parteien dabei nicht, dass ihre Verbindung kompromittiert wurde.
- Abhören und Datensammlung: In dieser Phase sammelt der Angreifer wertvolle Informationen aus der abgefangenen Kommunikation. Erfahrene Angreifer können sogar schädliche Payloads in die Kommunikation einschleusen.
- Abschluss des Angriffs: Sobald der Angreifer die gewünschten Daten erfolgreich gesammelt oder die schädliche Payload ausgeführt hat, kann er entweder unbemerkt weiter lauschen oder die Verbindung beenden.
In einigen Fällen verwischen Angreifer ihre Spuren, indem sie die Daten neu verschlüsseln oder den ursprünglichen Kommunikationspfad wiederherstellen, sodass es für die Opfer schwierig ist, die Sicherheitsverletzung im Nachhinein zu erkennen.
MiTM-Angriffstechniken
Mit Blick auf die moderne Cybersicherheit ist es wichtig, die verschiedenen Arten von Man-in-the-Middle-Angriffen zu kennen, da sie Lücken in der Netzwerksicherheit und das Vertrauen der User ausnutzen. Im Folgenden stellen wir einige der häufigsten Formen von MiTM-Angriffen vor und erläutern, wie dadurch sensible Daten gefährdet werden können. Dabei betonen wir die Notwendigkeit einer zuverlässigen Identitätsprüfung und kontinuierlichen Überwachung, um das Risiko zu minimieren.
Abhören von WLANs
Beim Abhören von WLAN-Netzwerken richten Angreifer gefälschte Zugangspunkte ein, die als legitime Netzwerke getarnt sind, häufig an öffentlichen Orten wie Cafés, Flughäfen oder Hotels. Arglose User verbinden sich mit diesen Zugangspunkten, weil sie glauben, dass sie sicher sind. Sobald die Verbindung hergestellt ist, können Angreifer alle zwischen dem User und dem Internet übertragenen Daten abfangen, einschließlich Anmeldedaten, persönlicher Informationen und sogar verschlüsselter Daten, wenn keine angemessenen Sicherheitsmaßnahmen vorhanden sind.
IP-Spoofing
Beim IP-Spoofing manipulieren Angreifer die Quell-IP-Adresse von Paketen, um sie so aussehen zu lassen, als kämen sie von einem vertrauenswürdigen Gerät oder System. Auf diese Weise können Angreifer den Netzwerk-Traffic zwischen zwei Parteien abfangen und verändern, oft ohne dass eine der Parteien bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Diese Taktik ist besonders gefährlich in Umgebungen, in denen IP-Adressen für die Zugriffskontrolle automatisch vertraut wird.
DNS-Spoofing
DNS-Spoofing oder DNS-Poisoning ist eine weitere gängige MiTM-Taktik, bei der Angreifer den DNS-Cache eines Servers oder eines Geräts eines Users kompromittieren. Durch diese Manipulation werden User, die versuchen, legitime Websites zu besuchen, auf bösartige Websites umgeleitet, auf denen Angreifer Anmeldedaten stehlen, Malware installieren oder Phishing-Angriffe durchführen können. Ein User gibt beispielsweise eine ihm bekannte URL in seinen Browser ein, wird aber statt zur gewünschten Website auf eine betrügerische Version weitergeleitet.
HTTPS-Spoofing
Beim HTTPS-Spoofing nutzen Angreifer Schwachstellen bei der Überprüfung sicherer Websites aus. Sie können eine legitime HTTPS-Website imitieren, indem sie gefälschte Zertifikate verwenden, oder einen User dazu verleiten, ein falsches Zertifikat zu akzeptieren. So kann der Angreifer sensible Daten wie Anmeldedaten, Bankdaten oder persönliche Informationen abfangen, während der User glaubt, sich auf einer sicheren Website zu befinden.
SSL-Stripping
SSL-Stripping ist eine Methode, mit der Angreifer eine sichere HTTPS-Verbindung auf eine unverschlüsselte HTTP-Verbindung herabstufen. Wenn ein User versucht, eine Verbindung zu einer sicheren Website herzustellen, fängt der Angreifer die Anfrage ab und entfernt die SSL-Verschlüsselung, wodurch die Verbindung abhörbar wird. Der User bemerkt möglicherweise nicht, dass das Vorhängeschloss-Symbol im Browser fehlt, sodass der Angreifer vertrauliche Informationen wie Anmeldedaten, Kreditkartennummern oder persönliche Daten stehlen kann.
Wenn Unternehmen die verschiedenen Arten von MiTM-Angriffen kennen, können sie sich besser auf eine Verteidigung gegen diese vorbereiten. Eine Zero-Trust-Architektur, die User und Geräte kontinuierlich authentifiziert und gleichzeitig den Zugriff auf sensible Ressourcen einschränkt, stellt sicher, dass, selbst wenn ein Angreifer erfolgreich in ein Netzwerk eindringt, seine Möglichkeiten, diese Schwachstellen auszunutzen, erheblich eingeschränkt werden.
AiTM-Angriffe (Adversary-in-the-Middle)
Bei einem AiTM-Phishing-Angriff (Adversary-in-the-Middle) fängt der Angreifer die Kommunikation zwischen zwei Parteien ab und manipuliert sie, um das Opfer zu täuschen. Indem er sich zwischen das Opfer und eine vertrauenswürdige Entität schaltet (ähnlich wie bei einem MiTM-Angriff), verschafft sich der Angreifer unbefugten Zugang zu vertraulichen Informationen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Phishing-Angriffen erfolgen AiTM-Angriffe in Echtzeit und ermöglichen es Angreifern, die Kommunikation zu überwachen und zu ändern. Sie können Nachrichten verändern, Opfer auf bösartige Websites umleiten und unbemerkt Daten sammeln. Zum Schutz vor AiTM-Phishing gehören:
- Verwendung sicherer Kommunikationskanäle
- Überprüfen der Website-Authentizität
- Vorsicht beim Teilen vertraulicher Informationen
- Aktualität der Software
Mehr über AiTM-Phishing-Angriffe erfahren Sie im Zscaler-Blog.
Arten von MiTM-Angriffen
MiTM-Angriffe nutzen Schwachstellen in Kommunikationskanälen aus, sodass Angreifer Daten während der Übertragung abfangen, ändern oder manipulieren können. Diese Angriffe können mithilfe verschiedener Techniken ausgeführt werden, die jeweils unterschiedliche Ansätze und Risiken aufweisen. Nachfolgend sind einige der am häufigsten bei MiTM-Angriffen verwendeten Techniken aufgeführt:
Packet Sniffing
Beim Packet Sniffing handelt es sich um eine Technik, bei der Angreifer den Netzwerk-Traffic erfassen und analysieren, häufig mithilfe spezieller Tools. Mit diesen Tools, wie Wireshark oder tcpdump, können Angreifer unverschlüsselte Datenpakete beobachten, die über ein Netzwerk übertragen werden. Im Zusammenhang mit MiTM-Angriffen wird Packet Sniffing in der Regel in unsicheren oder offenen Netzwerken (z. B. öffentlichem WLAN) eingesetzt, in denen Daten ohne ordnungsgemäße Verschlüsselung übertragen werden. Angreifer können sensible Daten wie Anmeldedaten, Sitzungscookies oder persönliche Informationen abfangen, indem sie die Kommunikation zwischen Usern und Services abhören.
Sobald der Angreifer Zugriff auf diese Daten hat, kann er sich als User ausgeben, Identitäten stehlen oder sogar ganze Systeme kompromittieren. Zwar kann die Verschlüsselung die Auswirkungen des Packet Sniffing abschwächen, doch Angreifer können in solchen Fällen fortschrittliche Techniken einsetzen, um schwache Verschlüsselungsprotokolle zu entschlüsseln oder zu umgehen.
Session Hijacking
Von Session Hijacking spricht man, wenn ein Angreifer die Kontrolle über die Sitzung eines legitimen Users übernimmt, in der Regel, nachdem die Authentifizierung bereits stattgefunden hat. Sobald eine Sitzung eingerichtet ist (z. B. nachdem sich ein User auf einer Website angemeldet hat), tauschen der Server und der Client ein Sitzungstoken aus, um die Verbindung aufrechtzuerhalten. Angreifer können dieses Token durch Packet Sniffing oder andere Mittel abfangen und es verwenden, um sich als dieser User auszugeben und sich so unbefugten Zugriff auf die Sitzung zu verschaffen, ohne das Passwort des Users zu benötigen.
Diese Technik ist besonders gefährlich, da Angreifer damit Authentifizierungsmechanismen vollständig umgehen können, was ein erhebliches Risiko für sensible Konten, einschließlich Finanzdienstleistungen oder Unternehmenssysteme, darstellt.
SSL-Hijacking
SSL-Hijacking (Secure Sockets Layer) ist eine fortgeschrittenere Technik, bei der Angreifer verschlüsselten Traffic zwischen einem User und einem Webserver abfangen. SSL/TLS-Protokolle sind darauf ausgelegt, eine sichere, verschlüsselte Verbindung herzustellen. Angreifer können jedoch Schwachstellen im SSL-Handshake-Prozess ausnutzen, um sich in die Kommunikation einzuschleusen. Bei einem SSL-Hijacking-Angriff fängt der Angreifer die ursprüngliche Verbindungsanfrage ab und stellt zwei separate Verbindungen her: eine zwischen dem Angreifer und dem User und eine weitere zwischen dem Angreifer und dem Webserver.
Der Angreifer entschlüsselt den Traffic, sodass er die Daten einsehen oder ändern kann, bevor er sie erneut verschlüsselt und weiterleitet. Weder User noch Server bemerken den Angriff, da beide davon ausgehen, dass sie sicher kommunizieren.
E-Mail-Hijacking
E-Mail-Hijacking ist eine weitere gängige MiTM-Technik, die häufig auf Unternehmen oder Einzelpersonen mit Zugang zu sensiblen Informationen abzielt. Bei einem solchen Angriff fangen Cyberkriminelle E-Mails ab oder verschaffen sich unbefugten Zugriff auf die E-Mail-Kommunikation zwischen den Parteien. Dazu werden häufig Phishing-Angriffe eingesetzt, bei denen Angreifer User dazu verleiten, ihre Anmeldedaten preiszugeben; oder Schwachstellen in E-Mail-Servern werden direkt ausgenutzt.
Sobald der Zugriff erfolgt ist, können Angreifer E-Mail-Inhalte abhören oder ändern, häufig mit dem Ziel, Finanztransaktionen umzuleiten oder vertrauliche Informationen zu stehlen. Bei einem Business E-Mail Compromise (BEC) geben sich die Angreifer beispielsweise als Führungskräfte oder Lieferanten aus, um Mitarbeiter dazu zu bringen, Geld auf fingierte Konten zu überweisen.
Wenn Unternehmen diese Techniken kennen, können sie sich besser vor MiTM-Angriffen schützen. Ein Zero-Trust-Ansatz, bei dem davon ausgegangen wird, dass keine Verbindung und kein User automatisch vertrauenswürdig ist, kann das Risiko solcher Angriffe erheblich verringern, indem sichergestellt wird, dass jede Interaktion authentifiziert, verschlüsselt und in Echtzeit überwacht wird.
Auswirkungen von Man-in-the-Middle-Angriffen
MiTM-Angriffe können weitreichende Folgen für Unternehmen haben und zu erheblichen finanziellen, betrieblichen und Reputationsschäden führen. Durch das Abfangen und Manipulieren der Kommunikation zwischen zwei Parteien können Angreifer die Sicherheit selbst scheinbar gut geschützter Netzwerke untergraben. Im Folgenden erörtern wir einige der wichtigsten Auswirkungen von MiTM-Angriffen.
Finanzielle Verluste
Eine der unmittelbarsten und deutlichsten Auswirkungen eines MiTM-Angriffs sind finanzielle Verluste. Wenn Angreifer vertrauliche Informationen wie Anmelde-, Zahlungs- oder Kontodaten abfangen, können sie betrügerische Transaktionen einleiten, Gelder stehlen oder sogar Transaktionsdetails in Echtzeit ändern. Besonders besorgniserregend ist diese Tatsache für Unternehmen, die eine große Anzahl an Finanztransaktionen abwickeln, wie z. B. Banken, E-Commerce-Plattformen oder Anbieter von Zahlungsdiensten.
In manchen Fällen können Angreifer Zahlungen umleiten oder betrügerische Anweisungen in legitime Mitteilungen einfügen, wodurch Unternehmen Gelder an gefälschte Konten senden. Ohne die richtigen Erkennungs- und Präventionsmechanismen können diese Arten von Angriffen unbemerkt bleiben, bis der Schaden bereits angerichtet ist. Die finanziellen Auswirkungen können verheerend sein, von direkten finanziellen Verlusten bis hin zu rechtlichen Strafen und Kosten für die Schadensbehebung.
Datenpannen
MiTM-Angriffe sind auch ein häufiger Vektor für Datenpannen, insbesondere wenn es Angreifern gelingt, unverschlüsselte oder schlecht verschlüsselte Kommunikation abzufangen. Bei diesen Angriffen können vertrauliche Informationen wie Kundendaten, geistiges Eigentum und interne Kommunikationsdaten offengelegt oder gestohlen werden. In Unternehmen, die auf vertrauenswürdige Kommunikationskanäle angewiesen sind – beispielsweise zwischen Mitarbeitern, Kunden oder Drittanbietern – kann ein MiTM-Angriff die Vertraulichkeit und Integrität kritischer Daten gefährden.
Die Folgen eines solchen Verstoßes gehen über den Diebstahl von Informationen hinaus. Je nach Art der gestohlenen Daten können Unternehmen gegen Vorschriften zur Einhaltung von Bestimmungen wie der DSGVO, HIPAA oder PCI-DSS verstoßen. Die Kosten für die Reaktion auf eine Datenpanne, einschließlich forensischer Untersuchungen, Anwaltskosten und Meldepflichten, können rasch in die Höhe schnellen und den Schaden noch weiter verschlimmern.
Reputationsschäden
Über die direkten finanziellen und betrieblichen Auswirkungen hinaus können MiTM-Angriffe den Ruf eines Unternehmens schwer schädigen. Kunden und Partner vertrauen darauf, dass Unternehmen ihre vertraulichen Informationen schützen. Wenn dieses Vertrauen durch einen vermeidbaren Sicherheitsvorfall zerstört wird, können die Folgen langanhaltend sein. Die Nachricht von einem MiTM-Angriff kann sich schnell verbreiten und zu negativer Aufmerksamkeit in den Medien, zum Verlust des Kundenvertrauens und zu einem geringeren Unternehmenswert führen.
Darüber hinaus kann der Reputationsschaden durch einen MiTM-Angriff zukünftiges Wachstum behindern. Kunden und Partner sind möglicherweise zurückhaltend, mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten, dessen Sicherheitsstatus Schwachstellen aufweist. In Branchen, in denen Vertrauen von größter Bedeutung ist – etwa im Finanz-, Gesundheits- und Technologiebereich – können die langfristigen Auswirkungen auf den Ruf schädlicher sein als unmittelbare finanzielle Verluste.
So verhindern Sie MiTM-Angriffe
Man-in-the-Middle-Angriffe nutzen Schwachstellen in Kommunikationskanälen aus, weshalb es unerlässlich ist, robuste Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, um das Risiko zu minimieren. Im Folgenden stellen wir einige zentrale Strategien vor, die Unternehmen dabei helfen können, das Risiko von MiTM-Angriffen zu reduzieren und gleichzeitig eine allgemeine Zero-Trust-Sicherheitsstrategie zu stärken.
Implementierung starker Verschlüsselung
Verschlüsselung ist eine der grundlegendsten Abwehrmaßnahmen gegen MiTM-Angriffe. Indem Sie sicherstellen, dass alle über Netzwerke übertragenen vertraulichen Daten mithilfe starker Protokolle wie TLS (Transport Layer Security) verschlüsselt werden, erschweren Sie es Angreifern erheblich, die Kommunikation abzufangen und zu entschlüsseln. Dies ist für den Schutz von Daten während der Übertragung von entscheidender Bedeutung, unabhängig davon, ob diese über interne Unternehmensnetzwerke, Cloud-Umgebungen oder öffentlich zugängliche Webanwendungen übertragen werden. Die regelmäßige Aktualisierung von Verschlüsselungsstandards und die ausschließliche Verwendung vertrauenswürdiger Zertifikate ist ebenfalls unerlässlich, um Schwachstellen durch veraltete oder kompromittierte Verschlüsselungsmethoden zu vermeiden.
Implementierung einer Multifaktorauthentifizierung (MFA).
Die Multifaktorauthentifizierung (MFA) bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, indem User vor dem Zugriff auf Systeme oder Daten mehrere Formen der Verifizierung durchführen müssen. Selbst wenn es einem Angreifer gelingt, Anmeldedaten über einen MiTM-Angriff abzufangen, benötigt er dennoch die zusätzlichen Authentifizierungsfaktoren – wie ein mobiles Gerät oder biometrische Daten –, um erfolgreich auf das Konto zugreifen zu können. MFA verringert das Risiko eines unbefugten Zugriffs erheblich und ist daher ein entscheidender Bestandteil jeder Sicherheitsstrategie zur Verhinderung von MiTM-Angriffen.
Überwachen des Traffics auf Anomalien
Um Anzeichen eines potenziellen MiTM-Angriffs zu erkennen, ist eine proaktive Überwachung des Netzwerk-Traffics von entscheidender Bedeutung. Anomalien wie ungewöhnliche Traffic-Muster, unerwartete IP-Adressen oder verdächtige Zertifikate können erste Warnhinweise auf böswillige Aktivitäten sein. Der Einsatz fortschrittlicher Tools zur Analyse des Traffics, die häufig auf KI und maschinellem Lernen basieren, kann dabei helfen, diese Anomalien in Echtzeit zu erkennen.
Durchsetzung von Sicherheitsmaßnahmen für öffentliches WLAN
Öffentliche WLAN-Netzwerke sind besonders anfällig für MiTM-Angriffe, da sie offen und oft unsicher sind. Um diese Risiken zu minimieren, sollten Unternehmen strenge Sicherheitsrichtlinien für die Nutzung öffentlicher WLANs durchsetzen. Sicherheitsteams sollten sicherstellen, dass alle übertragenen Daten verschlüsselt und im Internet unsichtbar sind. Darüber hinaus ist es eine wirksame Maßnahme, automatische Verbindungen zu öffentlichen WLAN-Netzwerken zu deaktivieren und Mitarbeitern bei Bedarf sichere mobile Hotspots zur Verfügung zu stellen, um die Exposition gegenüber ungesicherten Netzwerken zu verhindern.
Nutzung eines Zero-Trust-Frameworks
Bei einem Zero-Trust-Framework wird davon ausgegangen, dass keinem User, Gerät oder System standardmäßig vertraut werden sollte, weder innerhalb noch außerhalb des Netzwerks. Im Zusammenhang mit der Verhinderung von MiTM-Angriffen stellt Zero Trust sicher, dass alle Zugriffsanfragen überprüft, authentifiziert und autorisiert werden, bevor ihnen stattgegeben wird. Dieser Ansatz reduziert die Angriffsfläche, indem der Zugriff abhängig von der Identität und dem Verhalten des Users auf das Notwendigste beschränkt wird. Die Einführung von Zero-Trust-Prinzipien, wie z. B. kontinuierliche Identitätsprüfung, Zugriff mit minimaler Rechtevergabe und Zero-Trust-Segmentierung, schafft eine resilientere Umgebung, die grundsätzlich gegen MiTM-Angriffe resistent ist.
Durch die Integration dieser Strategien in Ihr Cybersicherheitsprogramm kann Ihr Unternehmen das Risiko von MiTM-Angriffen erheblich reduzieren. In einer Zero-Trust-Umgebung, in der Identitätsprüfung und Zugriffskontrollen von entscheidender Bedeutung sind, können Sie die Kommunikation effektiver absichern, sensible Daten schützen und die Wahrscheinlichkeit minimieren, dass ein Angreifer Schwachstellen in Ihrem Netzwerk ausnutzt.
Zscaler zur Prävention von MiTM-Angriffen
Zscaler Cyberthreat Protection wurde konzipiert, um Man-in-the-Middle-Angriffe (MiTM) zu verhindern, indem eine Cloud-native Zero-Trust-Architektur genutzt wird, die Verbindungen auf der Grundlage von Identität, Kontext und Richtlinien absichert. Mit Zscaler ist Ihr Netzwerk rundum geschützt, sodass ein unbefugtes Abfangen von Daten in allen Phasen verhindert wird.
- Vollständige TLS/SSL-Überprüfung in großem Maßstab: Die Proxy-Architektur von Zscaler ermöglicht die vollständige Überprüfung des gesamten Traffics, einschließlich des TLS/SSL-verschlüsselten Traffics, und erkennt und blockiert böswillige Aktivitäten, ohne die Performance zu beeinträchtigen.
- KI-gestützte Bedrohungsprävention: Durch die Analyse von über 500 Milliarden Transaktionen pro Tag identifizieren und vereiteln die fortschrittlichen KI-Modelle von Zscaler MiTM-Angriffe und andere Bedrohungen, bevor sie Ihr Netzwerk gefährden können.
- Deception-Technologie: Zscaler setzt Decoys ein, um Angreifer in die Irre zu führen, ihre Taktiken aufzudecken und das Risiko erfolgreicher Angriffe zu verringern. Zscaler Deception kann bestimmte Arten von MiTM-Angriffen erkennen und melden.
- Zero-Trust-Zugriffskontrolle: User und Geräte erhalten Zugriff auf bestimmte Anwendungen und Ressourcen auf der Grundlage von Identität und Kontext, wodurch sichergestellt wird, dass keine unbefugten Entitäten den Traffic abfangen oder manipulieren können.
- Unterbindung lateraler Bewegungen: Die Segmentierung der Kommunikation zwischen User und Anwendung sowie zwischen einzelnen Anwendungen durch Zscaler stellt sicher, dass sich Angreifer selbst im Falle eines kompromittierten Geräts nicht in Ihrem Netzwerk ausbreiten können.
In Kombination reduzieren diese Funktionen das Risiko von MiTM-Angriffen erheblich und schützen die sensible Kommunikation Ihres Unternehmens.
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